Monthly Archives: Dezember 2006

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Der schwarze Bischof

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Gestern Nacht hatte ich Besuch. Nicht der üblich UPS Abholdienst, nein gestern hatte ich Besuch vom schwarzen Bischof. Eigentlich war er mal der weisse Bischof, aber das ist lange her und eine andere Geschichte.

Der schwarze Bischof schaute mich mit seinen zugegebenermaßen stechenden Augen an und meinte ich müsste mich nun entscheiden. Das fand ich nicht so nett von ihm, da Weihnachten vor der Tür steht und ich eigentlich ganz andere Dinge im Kopf habe als mich jetzt, hier und sofort zu entscheiden. Ich versuchte ihn abzulenken mit Komplimenten über seine schöne Mütze und sein gewelltes Haar, aber das zog diesmal nicht.

Was er aber nicht wusste ist daß ich meinen neuen Zauberstab Delicti Major griffbereit und voll geladen im Schlafzimmer liegen hatte und sich mein Affe Jimmy unentdeckt der Tür näherte hinter der wir standen. Der schwarze Bischof wollte gerade ausholen um seinen Fluch über mich zu erneuern, da warf mir mein treuer Affe Jimmy im allerletzten Augenblick den Zauberstab zu und ich konnte mit einem sehr schnellen, harten Fluch den Bischof zu Nanopartikeln pulverisieren die sofort durch den Boden fielen.
Das löst zwar nicht das Problem aber verschiebt es auf später.

Die Zeitfalte

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Hah! Heute war es soweit. Nach meinen frustrierenden Zauberpannen vom Wochenende bin ich heute aufs Ganze gegangen: heute bin ich nach gutem Frühstück in den tiefen Untergrund der Zauberwelt abgetaucht, in die übelsten Ecken und habe nach was ganz Speziellem gesucht … schliesslich auch gefunden. Nun hab ich ihn, den Delicti Major, ein handsigniertes Exemplar vom Schöpfer den niemand kennt.

Der Delicti Major ist quasi die Kanone unter den Zauberstäben. Ein bisschen gross und unhandlich, aber who cares, es gibt einen ordentlichen Zauberwumms und darauf kommt es mir jetzt an.

Zur Vorbereitung meines heutigen, ganz besonderen Zaubers habe ich eine Origami-Kurs belegt. Ihr wisst schon, die Kunst des Faltens. Es ist schon erstaunlich wie man geschickt eine Menge Material in eine kompakte Form falten kann…und genau das brauche ich jetzt.
Also habe ich mir heute vorgenommen zumindest einem Teil der Menschheit, nämlich dem zweitspirituellsten Ort der Erde, Californien, einen Aufschub zu erzaubern, bevor Armageddon passiert.

Das hat mich 1/16tel meiner Seele gekostet, also bitte, das ist kein Scherz.
Am späten Nachmittag in meinem Refugium in West-Massachusetts geschah es dann: ich ballte meine gesamte Zauberkraft, verstärkte sie mit meinem voll geladenen Delicti Major und faltetet unter gewaltigem Getöse 10 Jahre aus einer abgelegenen Region im tropischen Regenwald in einen gigantischen Zeitstreifen, den ich am Rande meiner Kräfte in den St. Andreas Graben stopfte. Jetzt klemmt er in der Spalte und kommt nicht mehr raus. Der Delicti Bann halt ihn gut fest. Sollte nun ein Erdbeben geschehen wird im selben Augenblick in der Spalte die Zeit entfaltet und je nach Energie um bis zu 10 Jahre zurückgedreht.
Auch das keine Lösung für das Problem, aber wir gewinnen wieder Zeit.

Es lebe der Schöpfer den niemand kennt!

Bautz

Bautz

Bautz. Bautz ist wohl das Sinnbild für stumpfes, schweres Hinfallen mit null bouncing Effekt. Nicht Sproing, Plumps, Klirr, Gabang. Wie kann man diesen Wumms darstellen? Hier ein Lied von mir dazu: Man hänge ein Mikrofon 5 Meter tief in einen Müllschlucker, nehme eine Coladose und werfe sie rein, samplen, Stück rausschneiden, verändern und schon hat man kieselige Meeresbrandung.
Äh? Und wo ist das Bautz? Na ja, aufs gesampelte Klavier hauen und den Rest mit gesampelter Stimme machen. Ist schon was älter. Tapfer sein.

noch ‘ne Panne

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Bin immer noch beim Zaubern.

Habe mir im Fluch4U Superstore den neuen Necron Zauberstab gekauft, mit Nanoversiegelung. Das und seine leicht elliptische Grundform dazu noch konisch in Längsrichtung verjüngt führt zu kleinen Luftverwirbelungen die bewirken, dass der Stab nach der ersten Bewegung in der Luft diese Bewegung weiterführt. Das heisst man muss ihn bewusst abbremsen.
Ist echt krass. Mächtig schnell wenns funktioniert. Aber etwas schwierig zu beherrrschen. Zudem kann der neue Necron nun auch zwei gegensätzliche Flüche innerhalb von 10 Sekunden ausstossen, bisher musste man die mir bekannten Zauberstäbe dazu umdrehen oder über eine komplizierte Prozedur resetten. Ich übe noch, hab mich leider wieder ein wenig vertan und bin zur Zeit in den Schornstein gemappt worden. Sobald ich raus bin melde ich mich wieder.

uups! Entschuldigung

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Heute war ich mal wieder zaubern. Nicht mit Kaninchen aus dem Hut und bunten Tüchern aus dem Knopfloch, sondern richtig. Zugegeben, Gandalf bin ich nicht und auch kein Albus Dumbledore. Aber mit einem Ron Weasley kann ich es schon aufnehmen wenngleich mir heute etwas “Weasliges” passiert ist. Zum Zaubern ziehe ich mich immer in den Herbst zurück, in ein abgelegenes Haus am Rand eines Hügels im westlichen Massachusetts. Dort auf dem Balkon übe ich meine mächtigsten Zaubersprüche, so wie auch heute.

Ich hatte mir vorgenommen einen neuen Zauberspruch zu entwickeln der den Zapfen in den Verschlüssen von Sprengstoffgürteln fundamentalistischer Selbstmordattentäter abbrechen lässt und somit verhindert dass man den Gürtel umlegen kann. Das löst zwar nicht das Problem, verschafft uns aber etwas Zeit während die dran basteln. Alles fing gut an bis ich mitten in der kompliziertesten Sequenz von Lauten und unmöglichen Stimmbandverenkungen die dieser Spruch erfordert plötzlich würgen musste, da ich an Weasleys Schneckenfluch denken musste. Also wenn eure Bettwäsche nun grüne Dreiecke hat bitte ich das zu entschuldigen…

Notfall

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Wie vielleicht bereits bekannt, bin ich erst vor 6 Wochen hierher nach Berlin gezogen.

Vorher war ich in Köln – notgedrungen – aber das ist eine andere Geschichte.

Nun bin ich in einem Hochhaus mit einigen wenigen Problemmietern und ansonsten ganz netten. Ich habe 3 (kleine) Stockwerke gemietet und denk allein das reicht schon um ein “Notfall” zu sein. Unter mir wüten die Sirenen von Einsatzfahrzeugen zur Menschrettung oder -verfolgung.

Jedesmal wenn ich die Sirenen höre denke ich die müssten jetzt an einer meiner Türen klingeln, mich abholen und normalisieren. Aber ich habe bisher Glück gehabt, sie haben mich wohl noch nicht gefunden. Also kann ich weiter Tagebuch schreiben, Pech oder Glück für euch…

Traumstaben

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Ich wachte auf und ging wie üblich in eines meiner drei Bäder – wie immer das was am wenigsten weit entfernt war – und hörte die Nachrichten.
Entsetzen auf allen Kanälen:
Über Nacht hat sich der gefürchtete Retro-Virus H-Bôté weltweit verbreit. Man nimmt an dass er an Funkwellen entlanggleiten kann und deswegen in Sekunden grosse Distanzen überbrückt. Wahnsinn.
Er greift nur ein einziges Gen an, ausgerechnet das erst kürzlich identifizierte Schönheitsgen BHCYase welches bisher nur in menschlichen Frauen gefunden wurde. Die Schönheiten der Welt wurden über Nacht dahingerafft. Ich erstarrte und meine elektrische Zahnbürste fiel in Zeitlupe leicht taumelnd zu Boden.
Da wachte ich auf…..und sah in die Augen der Schönheit neben mir, meine verkrampften Muskeln lösten sich und eine wohlige Wärme stieg in mir hoch. Ich lächelte. War wohl alles nur ein Traum. Nochmal Glück gehabt. Ich umarmte meine Schönheit….und wachte auf. Mit Jimmy, meinem treuen Gefährten im Arm.
Ich glaube, ich muss mal die Vorhänge anbringen und nicht bis spät nachts arbeiten.

Angekommen


Uff, jetzt bin ich 6 Wochen in Berlin und fast angekommen.
Immer noch zillionen Sachen nicht so wie ich es eigentlich wollte, aber immerhin, ich lebe hier. Köln ade.
Dahin will ich nie wieder zurück, habe genug schlechte Erfahrung gesammelt und bin gespannt, ob ich mein Schicksal hier nun wenden kann. Der Wille ist da.

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