Monthly Archives: November 2007

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Feuer mit Migrationshintergrund

(upgedated 13.02.2008)
Was machen drei 10, 13 und xx jährige Kinder in einer Großstadt, ohne Erziehung durch die Eltern oder durch die xx weiteren Geschwister? Sie langweilen sich irgendwo in den ersten Stockwerken (so zwischen dem vierten und dem zweiten Stock) eines Wohnturmes in Berlin, Kreuzberg.

Es gibt verschiedene Methoden mit Langeweile umzugehen. Diese Kinder nutzen dabei ihren Migrationshintergrund mit beachtlichem diffusen Hintergrundrauschen im Kopf und verachten alles und jeden außerhalb ihrer Türschwelle.

Das äussert sich in bespuckten Böden und Aufzugsspiegeln, in achtlos hingeworfenen Verpackungsmüll, Verrichtung der Notdurft im Aufzug und Eingangsbereich des Hauses, zerschlagene Scheiben, besprühte Wände, eingetretenen Türen, aufgebogenen Briefkästen und neuerdings auch: Feuer im Keller.

Vor einer Woche haben sie das Feuer entdeckt, andere Menschen hatten das schon in der Steinzeit, aber na ja, nicht jeder hat eine schnelle Auffassungsgabe. Die Verantwortungslosigkeit habe sie jedoch schon und siehe da, es werden aus dem Fenster Böller auf Passanten geworfen und mit dem Feuerzeug alles angezündet was ihnen so in die Quere kommt. Auch der Keller.

Hier etwa der Verlauf von gestern Abend:
Man langweilt sich und zündelt am Lichtschalter: Mann ist das langweilig…..


Man zündelt länger und stellt fest: au fein, das wird ja richtig schwarz und schmilzt

Man entdeckt die Schrift und schreibt mit Feuer an die Höhlenwand

Man geht in den Innenhof auf den Spielplatz und lässt einige Böller an den Mülltonnen krachen: langweilig
Man fährt mit dem Aufzug in den Keller und wirft Böller oder brennende Hölzchen durch das Drahtgitter eines Mieterabteils, das sofort Feuer fängt.
Man wundert sich warum es so sehr raucht und da der einzige Ausgang über den Aufzug wegen der verschmorten Elektrikleitung nicht mehr funktioniert bleibt nur der Ausweg über den Lichtschacht aus dem einer der Jungs rauskommt, die anderen beiden nicht. Da Kinder in diesem Alter Handys haben konnte eines der Kinder wohl die Feuerwehr rufen und ein Bewohner aus dem 5. Stock half geistesgegenwärtig den anderen beiden aus dem Lichtschacht. Die haben echt Glück gehabt….die Deppen. Wurden natürlich gedeckt von der Familie, keiner war’s am Ende.
Während die Polizei die Straße sperrt und die Feuerwehr einige Stunden mit Löschen zubringt werde ich als Bewohner des Hauses nicht informiert, obwohl der Qualm lebensgefählich im Treppenhaus ist. Im Zweifelsfall ist man immer auf sich alleine gestellt.


und jetzt sieht der Weg zum Keller so aus:

und ein Teil des Kellers so:

….und wie gehts weiter? Der Keller muss komplett saniert werden, Leitungen erneuert etc. Der Rauch wird noch lange im Gebäude hängen. Der Aufzug wird bald wieder gehen und bespuckt sein.

Nachtrag: Eigentlich ist das abgefackelte Mieterabteil in einem verschlossenen Bereich. Der Bereich war einseitig offen was bedeutet, daß ihn ein verantwortungsloser Mieter offengelassen hat. Ich war’s nicht, bleiben noch 2 oder drei andere. Eigentlich sollte immer zugesperrt werden, da hier im Sommer 2007 eingebrochen worden ist, im Haus drei Wohnungstüren aufgebrochen wurden und Diebstahl begangen wurde. Welcher Depp lässt dann noch auf?

Nachtrag2: Nach einer Woche habe ich immer noch niemand von der Hausverwaltung gesehen oder gesprochen, scheint die nicht zu interessieren, äh, nur zur Erinnerung, es hat gebrannt und das hätte auch noch viel böser enden können für Hab und Gut und Leib und Leben alle Mieter. Komisch die heissen doch Hilfswerk Siedlung GmbH, wem helfen die dann, wenn nicht den Mietern? Sich selbst?

Nachtrag3: Hab ich erwähnt daß im Sommer 2007 von 10 Wohnungen 3 aufgebrochen wurden?
Nun ja und den Keller sollte man auch nicht vergessen. Es rückt aber immer näher an mich ran. Erst das Feuer, dann am 28.12. ein Einbruch in meinen Keller. Dann haben sich unter mir im 5. Stock die etwas seltsamen deutschen Jung-Mieter durch die geschlossene Balkontür geworfen, am 01.01.2008. Und heute, 14.01.2008 haben sie wieder im 10 Stock eingebrochen, ach ja, bevor ich es vergesse, es waren natürlich welche aus dem Haus (siehe ganz oben….vermutlich die älteren Brüder denn man braucht ne Menge Kraft eine Wohnungstür, die einen Querriegel hat aufzubrechen). Diesmal hab ich sie nur knapp verfehlt aber zumindest die Polizei gerufen, den Hauswart alarmiert (hat nicht darauf reagiert, auch nicht später…super, was für ein toller Hauswart) und den betroffenen Mieter informiert. Mir reichts. Erwischt wurden sie von einem Mieter im Haus, der aber von einer Polizistin im Verlauf des Abends – nach seiner Meinung diskriminierend – angesprochen wurde und obwohl er drauf und dran war es zu erzählen, dann lieber dicht gehalten hat. Somit bleiben die Täter wieder unbestraft.
Erschreckend übrigens: keiner der Problemmieter aus den ersten Stockwerken zeigt Interesse für den Vorfall. Die tun so als sei nichts gewesen.

Nachtrag4: Der Keller ist so sehr in Mitleidenschaft gezogen, daß bisher kaum was geschehen ist, er ist nicht entrümpelt, die ganzen verbrannten Teile liegen nach wie vor am Boden, die Wände und einfach alles ist mit klebrigem Ruß überzogen. Auch in meinem Keller ist alles von unten her durch Löschwasser und von oben durch die Rauchgasablagerungen in Mitleidenschaft gezogen. Der Brandgeruch hängt in jedem Karton, wohl für immer.
Nicht nur alle Leitungen müssen erneuert werden sondern sogar auch die Kanäle, unter anderem die Ölzufuhr zum Öltank. Durch eine Überprüfung hat das noch bis Sommer Zeit, dann wird’s vermutlich etwas lauter im Haus und es darf gebaut werden. Mir reicht es, ich ziehe aus.

Das Riesenrad Teil2

Während sich unser Erdtrabant 380tausend Kilometer hinter Wolken verschämte


funkelte das Riesenrad in Scheiben

und schmückte sich schliesslich
mit dem nun sichtlich strahlend hervorgekrochenen Mond

Das Nikotinpflaster

Ab 01.01.2008 darf nun – vereinfacht ausgedrückt, aber im Kern trifft es – nicht mehr drinnen geraucht werden. Es tummeln sich immer mehr Menschen qualmend vor den Eingängen der Restaurants und Bürogebäuden.
Sie versperren dabei schlotternd rauchend den Gehweg, sodaß man sich an ihnen vorbeischlängeln muss…und am besten die Luft anhält.

Nikotinpflaster hat eine völlig neue – und vom Schöpfer wohl nicht beabsichtigte – Bedeutung angenommen.

Stehplätze auf dem Riesenrad

Im Zuge des allgemeinen Kostendruckes hat man beim Riesenrad nun auf zwei Gondeln zugunsten von Haltegriffen verzichtet.

Um Unwucht zu vermeiden hat sich dem Vernehmen nach Jimmy angeboten bei fehlenden Stehplatzgästen deren Rolle – oder besser: Gewicht – einzunehmen. Am Gewicht arbeitet er schon:

Goodbye Pluto


Endlich habe ich ein Bild (Metallic Lack und Gouache auf Leinwand, 113x91x2) zu dem traurigen Ende meines geliebten Planeten Pluto gefunden und gleich auch gekauft damit es nicht verlorengeht.

Wie vielleicht bekannt wurde dem Planeten Pluto der Planetenstatus aberkannt weil die Richtlinien für die Zuweisung des Planetenstatus im Jahr 2006 neu festgesetzt wurden. Mein geliebter Pluto, der mit der exzentrischen Umlaufbahn und Gegenrotation, heißt nun 134340. Sein kurzes Leben dauerte nur 76 Jahre: von 1930, seiner Entdeckung, bis 2006, seiner Rückstufung zum Zwergplaneten.

Das Werk von David Nickels zeigt die ehemals 9 Planeten unseres Sonnensystems, eine Hommage an Pluto. Jetzt sind es nur noch 8.

Schlangen vor offenen Türen

Das Prinzip hab ich jetzt verstanden.
Man veranstalte einen Tag der offenen Tür und suggeriert damit den potentiellen Besuchern man käme durch diese auch einfach hinein.
Weit gefehlt.
Ich behaupte: der Öffnungswinkel einer Tür ist proportional zur Länge der Schlange die sich davor bildet. An Tagen der offenen Tür wohlgemerkt.
Nichtsdestotrotz war ich nach ca. einer Stunde drin. Und es hat sich gelohnt, denn die Darbietung war einzigartig. Ich spreche von dem Tag der offenen Tür (Orchesterfest 125 Jahre Berliner Philharmoniker) heute.
Was war so besonderes?
Na, die Schlagzeuger der Berliner Philharmoniker, die “Musique de table” von Thierry de Mey spielten, äh, oder sollte ich beser sagen: klopften?
Der Schlagzeuger, drei Tische mit Tischtuch. Darauf wurde mit Händen und Fingern gestrichen, geklopft, geschlagen, es wurde mit Fingerspitzen, Faust, Handrücken, Handteller, Handkante “gespielt” und das Handspiel war so facettenreich wie es man sich selber nie vorstellen könnte.
Einige der Kleinkinder im Publikum konnten das natürlich nicht als Musikdarbietung verstehen, heutzutage muss man stark sein bei Veranstaltungen die Disziplin vom Publikum erfordern. Warum die Eltern die Kinder nicht in den extra eingerichteten Betreuungsraum geben, sondern lieber die Blicke von etlichen genervten Augenpaaren erdulden, verstehe ich nicht.
Zur Strafe wurden die Schlagzeuger vom Publikum so beklatscht, daß sie noch eine Zugabe spielten, recht ungewöhnlich.
Ich kann nur sagen: genial, und: Danke Berlin!

Nacht und Nebel

Hier einige Eindrücke der heutigen Veranstaltung “Nacht und Nebel” in Neukölln:

Das aussergewöhnliche Schaf
von Lillian Mousli

Papier und Heftklammern
der äusserst interessanten Arbeiten von
Lisa Mayerhofer

auch von ihr: Engel aus Walnüssen

Mieder, vorne geschnürt
und Malerei von Britt und Mischa Maria Sobotta

Bodies mit dem idealen Po
von Line Claudius (Frauenkörper in Bewegung)

ohne Bild: die entzückende Elvire Parazols mit ihren beliebig
kombinierbaren Bildmodulen.

Pizza: (Künstlerin unbekannt) 🙂

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