Yearly Archives: 2009

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e.a. Künstlerexemplare

Künstlerexemplare im Handel

e.a. oder E.A. : épreuves d’artiste

h.c. oder H.C. : Hors Commerce

Beide Begriffe bedeuten, das das vorliegende Kunstwerk ein Künstlerexemplar einer Auflage ist, und damit außerhalb des Kunst-Handels sein sollte. Diese Kunstwerke sind vor allem für den Künstler, den Galeristen, den Verleger, den Drucker usw. als Probedrucke und Belegexemplare bestimmt.

Nun kommt es immer wieder vor, dass diese Personen ihre Belegexemplare verkaufen und somit diese in den freien Kunsthandel gelangen. Das wird insgesamt nicht gerne gesehen, ist aber nicht verboten und zugegebenermaßen inzwischen gängige Praxis.

Man sollte aber wissen: wenn es sich um Prodedrucke handelt, könnten nach seinem Druck noch Änderungen an der Druckplatte vorgenommen worden sein und dieser Druck wird dann nicht wie die anderen Abzüge aussehen.

Es soll Sammler geben, die ausschließlich Künstlerexemplare verlangen. Gerade die eventuellen Unterschiede zu den Serienabzügen machen den Künstlerabzug interessant und wertvoll. Es kann sein, dass der Künstlerabzug den Entstehungsprozess der fertigen Bildes nachvollziehen lässt, das ist besonders bei verstorbenen Künstlern manchmal sehr aufschlussreich.

Der Verkauf von Künstlerexemplaren hat aber einen störenden Beigeschmack:

Auf einem Druckabzug wird die Nummer des Abzuges und die Gesamtauflage angegeben, z.B. 12/35  (der zwölfte Abzug von 35 gesamt). Sind jedoch z.B. weitere 10 Künstlerexemplare auf dem Markt, verwässert das natürlich die Auflage. Die Auflage ergibt aber – unter anderem – auch den Preis der Einzelstücke.  Durch die Verschweigung der (hier 30% ) höheren Auflage wird der Preis indirekt um 30% hochgetrieben. Das ist insbesondere der Fall, wenn der Künstlerabzug sich durch gute Druck/Reproduktionstechnik nicht von der Serie unterscheidet.

Damit der Käufer sich nicht von vornherein auf eine ungewisse Auflage einlassen muss, gibt es eigentlich die Konvention dass die Auflage so angegeben wird: 12/35+X  das heißt im Klartext: Abzug 12 von 35 plus 10 (römisch) Künstlerexemplare. Auf Künstlerexemplaren findet man manchmal die bessere und genauere Angabe (sio sollte es immer sein)  römisch z.B.  II/X (Künstlerabzug 2 von 10).

Leider ist die Angabe der Anzahl der Künstlerexemplare in der Praxis oft nicht vorhanden. Man kann also davon ausgehen dass eine genannte Auflage meist (oder immer?) durch eine Anzahl von Künstlerexemplaren erhöht ist. Deswegen empfehle ich immer sich vor Kauf ein Zertifikat ausstellen zu lassen auf der die Anzahl der Künstlerexemplare genau genannt ist.

Conrytmo Kritik – Die Trommeln des Grauens

Das hochgepriesene Multimedia-Drum Spektakel “Conrytmo” im Berliner Babylon, August 2009, ist ein Desaster.

Nicht nur, dass z.B. am Samstag 22.08.2009 nach Einlass den Publikums (15 Personen) der Veranstalter die Vorstellung aus “technischen Problemen” absagte und das Publikum mürrisch von dannen zog und sich über die 3 Eur Parkgebühr ärgern musste, nein, das war es noch nicht.

Denn am Sonntag 23.08. fand die Veranstaltung mit halb besetztem Saal statt und war ein Desaster. Die vier Jungs haben alles falsch gemacht was man falsch machen kann. Die Choreographie war eine Katastrophe, die Dramatik nicht vorhanden , die multimedialen Aspekte wären farbig strahlende Scheinwerfer. Einzige Ausnahme waren Leuchtanzüge und eine Laserharfe, die aber wegen dielettantischer Darbietung weit unter dem möglichen Potenzial blieben. Eigentlich trommeln die Jungs nur auf Standard-Schlagzeugen, das finden wir in jedem Park bei sonnigem Wetter besser.

Es wäre den Conrytmo Darstellern sicher zu empfehlen sich STOMP anzusehen, die zeigen wie man es richtig macht. Blue Man Group haben sie vermutlich angesehen, doch nichts dabei gelernt.

Bereits nach einer dreiviertel Stunde verabschiedeten sich die Jungs und kamen nach einer schäbigen Kleinkunst-beatbox Einlage nochmals “überraschend” mit vier Schlagzeugen auf die Bühne. 60 Minuten nach Showbeginn war alles vorüber, das Publikum war verdutzt über das jähe Ende und quittierte es mit mitleidigem Applaus.

Die Karten kosten zwischen 28 und 40 EUR, eine Frechheit für die Darbietung.

Ich empfehle niemanden sich das anzutun.

Conrytmo, beworben als “Drums should be forbidden” sollte selber verboten werden. Also, übt nochmal 5 Jahre, macht eine richtige Show, dann verlangt nur 12 EUR Eintritt und wir werden sehen ob wir uns das wieder antun.

Conrytmo, schade um die verpatzte Möglichkeit.

Karneval der Kulturen (der Dritte)

Schon zum dritten Mal war ich beim Karneval der Kulturen hier in Berlin.

Beim ersten Mal im Regen auf dem Umzug, beim zweiten Mal nach zwei Stunden genervt da der Zug sich kaum vorwärtsbewegte und beim dritten Mal vor dem Regen geflohen.

Ich habe keine Ahnung wie jemand 9 Stunden Umzug verfolgen kann…der ist einfach zu langsam unterwegs für meinen Geschmack.

Nun, in der Zeit zu der ich mich dort befand und mich halbwegs nach vorne durchgedrückt habe, entstanden einige Eindrücke und hier sind Auszüge davon:

Es waren viel zu viele Besucher da und viel zuwenig Platz. Hier ein Zaungast:

zaungast

Die Kostüme waren wieder sehr einfallsreich, bisweilen schwer zu deuten:

seltsam

trotzdem hatten die Träger meist Spaß, selbst bei abgeknickten Ohren durch große Hüte

seltsam2

seeeeehr große Hüte….

groser-hut

kleine Prinzessin im Publikum

kleine-prinzessin

junge Prinzessin in der Parade

junge-prinzessin

farbenfrohe Prinzen

farbenfrohe-prinzen

und glückliche Könige

koenig

alles in allem: Hut ab vor den mutigen Schönen

mutige-schone

an diesem heißen Nachmittag mit darauffolgendem Wolkenbruch und Hagel.

Standardausstattung jeder Galerie

Wie auch immer:

die Galerien unterscheiden sich im wesentlichen durch ihre Inhalte.

Das die Räume nicht identisch sind ist klar, manchmal sind sie unangemessen klein, oft aber unangemessen groß.

Unangemessen? Hmm, vielleicht doch nicht. Es gibt wohl ein Prinzip welches verfolgt wird, nämlich: je schwerer zugänglich der Inhalt des Kunstwerkes, desto größer der Raum. (Ansonsten würde man achtlos vorbeigehen…nun aber beschäftigt man sich damit denn es muß ja einen Sinn haben soviel Fläche für sowenig Kunst zu opfern).

Bei den vielen Galeriebesuchen in letzter Zeit ist mir eine fundmentale morphologische Eigenschaft fast aller Galerien aufgefallen: Der Tisch mit dem weissen Apple Mac Computer und der meist jungen Frau die eifrig irgendwas dort studiert und sich auffällig nicht um die Galeriebesucher kümmert. Diese Bild habe ich schon sooft gesehen dass ich es einmal fotografiert habe, ich weiß nicht mehr wo, aber es könnte überall gewesen sein:

morphologie

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