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Die Zusammenarbeit mit dem Maler/Objektkünstler/Gegenreformer Wolfgang Petrick

hat dieses Jahr ein neues Soundwerk ermöglicht. Anlässlich seiner Ausstellung Turbulence in der Kunsthalle Osnabrück (und 2013 in Sindelfingen) haben wir eine objektbegleitende Videoinstallation geschaffen. Wir, das sind neben Wolfgang Petrick, der Performancekünstler Frédéric Krauke für Video und Schnitt, die Performerin Katie Dunbar und ich für die Musik und das Sounddesign.

Hier ein Foto des Objektes in der Ausstellung mit dem Bildschirm und zusätzlichen Kopfhörern (zum Soundsystem für das Objekt)

Hier ist ein kurzer Zusammenschnitt des eigentlich 45 minütigen Videos als Appetithäppchen

Eine kurze Info zur Musik und zum Instrumentarium welches ich verwendet habe:

Erstmals habe ich den Radical Technologies Spectralis II eingesetzt, für die Percussionsinstrumente im ersten Teil des Videos (Atelier). Die einzelnen Percussionssequenzen der Schlaginstrumente haben dabei unterschiedliche Taktzahl, sodass sich die für mich wichtigen Verschiebungen ergeben, zudem sind die Lautstärken und Raumtiefen der Einzelinstrumente auf das Video angepasst und verändern sich stetig.

Hier ein Video des Herstellers, welches erkennen lässt warum ich das Gerät gewählt habe, wenngleich ich bei meiner Arbeit die sahnige Gefälligkeit meide.

Die Saxophonlinien sind mit dem Korg Karma gespielt. Hierbei habe ich versucht minimalistisch im Stil von Philip Glass, aber  freier zu spielen um dem Ganzen ein seltsames Zwischenleben zwischen Minimalismus und Freejazz zu geben. Um kleine Brüche in den Linien zu erzeugen habe ich die Korg Karmaengine durch den Spectralis II zusätzlich beim Spielen gestört.

Die Zwischensequenz für Teil 2 (Text) und Abspann ist mein erstes Glitch Stück (Clicks and Cuts) aus Schiffsounds und mit Audiomulch erzeugt, vor allem durch extreme Granularisierung und Zufallsprozesse. Das Audiomulchsetup ist extrem komplex geworden. Mir scheint, dass die Erzeugung von Tonzwischenräumen fast schon aufwändiger ist als die Tonerzeugung an sich.

Der zweite Teil (Amazonas in Berlin) ist eine Soundcollage von Unterwassergeräuschen und Überwassergeräuschen. Damit dies nicht so einfach ist wie es klingt sind die Geräusche massiv bearbeitet, zum Teil mit Native Instruments Reaktor5 granuliert und mit einem veränderten Effektinstrument von Jazzyspoon auf Reaktor verfremdet.

Gesamtmischungen mit Propellerhead Reason

Produktionszeit ca 5 Wochen im August/September 2012

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1 Comment

  1. Randi Dohrin November 13, 2012at 10:15 pm

    Diese von Olaf Schirm geschaffenen beeindruckenden Klänge und Geräusche der Umwelt und Maschinen zur Objekt begleitenden Videoinstallation der Ausstellung “Turbulence”, ist ein Meisterwerk an kongenialer Vertonung, ein Klangwerk der Gegenwart, das ein neues Klang-Bewusstsein erzeugt und dem Video damit eine faszinierende Intensität verleiht.
    Die freie und rhythmisch Zeit versetzte Takt-Ordnung der Melodie des Saxophons entledigt sich der traditionellen Formen von Konsonanz und Dissonanz und verbindet die technisch geschaffenen Klänge von Natur und Technik zur Musik der Natur und Musik der Maschinen. BRAVO!

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