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Das Gedicht von Hermann Hesse „Der Schmetterling“ ist recht kurz und gut geeignet für einen Test:

Folgende Änderungen sind vor der transliteralisierung notwendig:

1) Wandle alle Großbuchstaben in Kleinbuchstaben

2) Wandle alle Umlaute in Vokale (ä=ae, ö=oe, ü=ue)

3) Wandle das „ß“ in „sz“ (das könnte auch „ss“ sin, ich habe aber mit „sz“ begonnen)

Nun liest sich das Gedicht so:

der schmetterling

mir war ein weh geschehen,
und da ich durch die felder ging,
da sah ich einen schmetterling,
der war so weisz und dunkelrot,
im blauen winde wehen.

o du! in kinderzeiten,
da noch die welt so morgenklar
und noch so nah der himmel war,
da sah ich dich zum letztenmal
die schoenen fluegel breiten.

du farbig weiches wehen,
das mir vom paradiese kam,
wie fremd muß ich und voller scham
vor deinem tiefen gottesglanz
mit sproeden augen stehen!

feldeinwaerts ward getrieben
der weisz und rote schmetterling,
und da ich traeumend weiterging,
war mir vom paradiese her
ein stiller glanz geblieben.

—————————————————–

Nun lese ich diesen text mit einem PERL script ein und lasse mir die Buchstabenhäufigkeiten auswerten,

es entsteht einen Tabelle für EXCEL/CALC

A: 29
B: 6
C: 16
D: 35
E: 81
F: 6
G: 17
H: 26
I: 42
J: 0
K: 4
L: 21
M: 21
N: 43
O: 16
P: 3
Q: 0
R: 36
S: 24
T: 23
U: 16
V: 4
W: 16
X: 0
Y: 0
Z: 7

In EXCEL/CALC eingelesen, suche ich den Eintrag mit der höchsten Häufigkeit (E = 81) in diesem Falle ist es Feld B5

Dann errechne ich die prozentuale Häufigkeit mit der Formel (z.B. für Zeile 1: =(B1*100)/$B$5

(der Ausdruck $B$5 sorgt dafür daß beim Kopieren der Formel in die anderen Felder B5 konstant bleibt.)

Hier das Ergebnis:

A 29 35,8
B 6 7,41
C 16 19,75
D 35 43,21
E 81 100
F 6 7,41
G 17 20,99
H 26 32,1
I 42 51,85
J 0 0
K 4 4,94
L 21 25,93
M 21 25,93
N 43 53,09
O 16 19,75
P 3 3,7
Q 0 0
R 36 44,44
S 24 29,63
T 23 28,4
U 16 19,75
V 4 4,94
W 16 19,75
X 0 0
Y 0 0
Z 7 8,64

Jetzt können diese Werte in ein Script übertragen werden, welches ich mit PD (puredata) gemacht habe. Es ordnet jedem Buchstaben des Alphabets eine einzigartige Tonhöhe (konstant) zu nach dieser Konvention:

transliteralEinstellbar ist die Lautstärke (Velocity) des jeweiligen Buchstabens (Tones)

pd-transliteral(hier sieht man daß die Tonhöhe „67“ und die Velocity „36“ als Konstante angelegt sind, bei der Tonhöhe ist das verständlich, bei der Velocity habe ich es gemacht damit ich nicht bei jedem Programmstart die Werte erneut eingeben muß. Die Tondauer ist auf „0“ da sie an einem Slider hängt der die Tondauer für alle Buchstaben gleichzeitig auf denselben Wert setzt, d.h. alle Töne erklingen gleichzeitig und gleichlang.

In die Lautstärkevariablen muß ich also nun die Prozentwerte Buchstabe für Buchstabe eintragen.

pd-screenshot

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1 Comment

  1. Randi Dohrin März 4, 2009at 9:36 pm

    Die Metamorphose des Schmetterlings

    Angeregt durch den Anblick eines Schmetterlings, der mehrere Verwandlungen während seiner Entwicklungszeit durchläuft, schaut der Wanderer auf sein Leben zurück; seine zunächst wehmütigen Gedanken verwandeln sich in einen stillen, gebliebenen Glanz seiner Kindheit.

    Und so verwandelt Olaf Schirm Texte zu Noten und Klängen, wie andererseits das Alphabet in Nordeuropa benutzt wird, um die Noten zu bezeichnen.

    Die Metamorphose des Schmetterlings geht weiter…..

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