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Smart Home ist hinlänglich bekannt und verbreitet, sodass ich es nicht in die Tiefe erklären muss. Im Prinzip ist es die Steuerung von Dingen im Haus, die man normalerweise händisch machen musste, z.B. Garagentür auf/zu bei Annäherung, Heizungstemperatur nachts automatisch runterregeln, Lichtsituationen z.B. für Fernsehen, Essen, Lesen, Rollläden automatisch schliessen etc…

Soweit sogut, interessant wird es natürlich wenn man sich überlegt wie das alles gesteuert werden soll, per Fernbedienung?

Es gibt zahlreiche Anbieter die Smart Home Systeme zur Verfügung stellen welche verschiedenste Sensoren und Aktuatoren verwalten können, Sie können aber sicher sein dass irgendetwas das Sie gerne hätten nicht vorgesehen ist. Das merken Sie natürlich erst später. Letztlich sind Meta-Lösungen wohl notwendig, d.h. Smart Home Systeme die offen sind für andere Standards, z.B. die Open Source Lösung OpenHab.

Fernsteuerung oder Steuerung aller Smart Home Systeme über PC und App ist möglich, aber auf Dauer bei wiederkehrenden Aufgaben zu umständlich.

Es gibt diese Methoden die Sinn machen im täglichen Umgang:

  • Eingabe per App für spezielle Aufgaben
  • Spracheingabe
  • automatische Regeln

Ich beschreibe in der Folge die Spracheingabe über Amazons Alexa (Echo Dot und Echo):

 

 

Amazons Alexa ist eine künstliche Intelligenz, die auf Sprachkommando aktiviert wird und Befehle ausführen kann.

Hier liegt auch gleich die wichtigste Beschränkung: Alexa kann zwar das Licht an/aus machen aber sie bekommt keine Meldung wenn Sie es selber ausmachen. Das bedeutet: Sensorereignisse pushen keine Nachricht in Alexa hinen, es ist ausschliesslich eine SPRACHeingabe. Wenn Sie also einen Alarm auslösen wollen, dann geht das über Ihre Alarmanlage als Teil Ihrer Smart Home Anlage. Mit Alexa können sie diese z.B. per Sprachbefehl scharfschalten.

Also braucht man Alexa UND eine Smart Home Anlage incl. Alarmanlage (Anmerkung Oktober 2017: es kommt um Ende Oktober die nächste Generation der Amazon Echos raus mit eingebautem Smart Home Hub, das wird wahrscheinlich vieles vereinfachen)

 

Schaltbare Steckdosen

Ich habe seit Jahren schaltbare Steckdosen von Edimax (Ediplug). Es gibt für diese Steckdosen keinen Skill für Alexa, also sind sie nicht schaltbar. Für die Nachfolgegeneration der Steckdosen gibt es einen Hack über einen ObenHab2 Server auf Raspberry PI. Also habe ich diese in meine Aservatenkammer gebracht und mir 10 neue Steckdosen von Sonoff zu einem 5tel des Preises (10 EUR/Stk) gekauft.

Diese können über die Wemo App des Herstellers in das WLAN Heimnetz eingebunden werden und sind dann in Alexa duch die dortig ladbare eWeLink Skill ansprechbar. Das funktioniert sehr gut, wenn man den Steckdosen gebräuchliche Namen gibt, zb. „Wohnzimmer“ oder „TV“ oder „Leselicht“. Leider meldet die Steckdose jeden Gebrauch über die eWeLink App nach China, mir wäre lieber diese Information bliebe im Hause. Dazu kann man die Sonoff Steckdose hacken, aber braucht wieder einen Homeserver, der die ganze Zeit laufen muss. Ein erster Versuch mit einem Raspberry Pi schlug fehl, ich bleibe dran, denn andere haben es geschafft.
Zumindest kann ich nun etliche Geräte per Sprache ein/ausschalten. Das geht bisher zuverlässig.

 

Infrarot Fernsteuerung

Alexa kann nur Geräte schalten und regeln, die am WLAN hängen. Haben Sie z.B. einen Verstärker/Tuner/DVD Player mit Infrarot Fernsteuerung benötigen Sie ein extra Gerät hierfür. Ich verwende den ca. 100 EUR teuren Logitech Harmony Hub. Der Hub kann sich auch mit Bluetooth Geräten verkoppeln und einige wenige ausgewählte Anlagen über WLAN steuern, das kann ich nicht nutzen.

Der Harmony Hub kann über eine App von Logitech konfiguriert (komplexe Aktionen können definiert werden) und gesteuert werden, aber das Wichtigste ist, die Aktionen kann Alexa per Sprache starten, dazu gibt es einen nachladbare kostenfreie App (Harmony Skill) für Alexa.

Ein Beispiel:

Sie möchten TV, Soundanlage und Tuner mit einem einzigen Befehl starten:

Das machen Sie über eine WLAN Steckdose (z.B. Sonoff, siehe weiter unten) welche mit Alexa (Wemo Skill) verbunden wird und schalten Sie diese per Sprachbefehl ein/aus.

Typischerweise gehen manche Geräte dann ganz an oder auf Standby, jedoch meist nicht auf den gewünschten Eingangskanal.

Hier kommt Harmony Hub ins Spiel. In der Harmony App können sie Szenen eingeben, die für mehrere Geräte nacheinander Fernsteuerbefehle aussenden, also z.B. schalte Fernseher, Tuner und Verstärker von Standby in den Betriebsmodus, wähle die richtigen Eingänge an und stelle den Sender ein.  Das Ganze können Sie dann mit einem einzigen Sprachbefehl durch Alexa starten. Ist es ihnen zu laut oder zu leise, regeln Sie das mit Sprachbefehl, so können Sie auch die Sender wechseln.

 

Nun zu meiner Alexa Hardware:

Echo Dot ist die kleine Ausführung mit einfachem Lautsprecher und extra Klinkenausgang zum Anschluss an die heimische Stereoanlage

Echo(zweite Generation) ist der große Bruder des Echo Dot, mit zwei eingebauten Lautsprechern aber keinem extra Ausgang des Audiosignals, diesen habe ich gerade zurückgegeben, da die dritte Generation angekündigt wurde (Echo plus), wie oben gesagt, nun mit eingebautem Smart Hub. Auf diesen warte ich und werde berichten sobald er einsatzbereit ist:

 

Steckt man einen Klinkenstecker in die Buchse des Echo Dot, so wird der interne Lautsprecher abgeschaltet (leider per Software, man kann das nicht einfach Hardware hacken…ich habe es versucht). Jetzt wird z.B. Internetradio oder Musik per Sprachbefehl an die Stereoanlage über Kabel geschickt, aber auch alle Bestätigungen der Alexa. Verwendet man bei mehreren Echo Geräten den Multiroom Modus, hört man die Stimme in allen Räumen. Das ist bei Amazon bekannt, aber nicht als Priorität in Bearbeitung, da eine Lösung wohl zu mehr Service führen könnte. Mir würde ein dezenter Ton aus dem Gerät für OK und Fehler schon genügen. Über den Leuchtring sieht man das auch jetzt schon, aber Alexa ist nicht immer in Sichtweite, bzw. im Blickfeld.

 

Spacherkennung:

Es ist verblüffend wie gut und wie schlecht diese gleichzeitig funktioniert. Nur massentaugliche Worte sind bekannt und manchmal muss man die Worte anders betonen, sodass sie von Alexa verstanden werden. Es ist mir nicht sinnvoll gelungen per Sprachbefehl ein konkretes Lied oder Album meiner Wahl abspielen zu lassen, vermutlich ist meine Sammlung zu exotisch. Meine eigenen Musikstücke kann sie trotz bester Bezeichung und sorgfältigem Tagging nicht finden. Ein Wort dass sie nicht kennt, versteht sie nicht und lernt es auch nicht.

Somit kommen wir zur Musik über Alexa:

Internet Radio geht gut über TuneIn, was Alexa ab Werk voreingestellt ist, d.h. die typischen Radiosender lassen sich einfach per Sprachbefehl starten. („Alexa, spiele Inforadio von rbb“)
(Einfach ist manchmal ein Geduldspiel…einen meiner Lieblingssender HBR1 Dreamfactory zu finden ist ein Abenteuer). Ob man Favoriten anlegen kann ist mir noch nicht bekannt.

Mein Einschlafsender „maschinengeist.org“ ist auf TuneIn nicht gelistet, dazu habe ich die Skill radio.de geladen, starte diese („Alexa, spiele radio.de“) und kann dann maschinengeist.org spielen lassen. Wenn man keinen anderen Sender mit radio.de anwählt, dann schlägt Alexa den Sender beim nächsten Start der Skill von selber vor, das ist praktisch. Dann noch von Alexa den sleep timer auf 10 Minuten setzen lassen, den Wecker stellen lassen und ins Kissen fallen.

Alexa kann keinen Musikdateien von meinem Teufel Raumfeld System abspielen, dazu fehlt von Teufel eine Skill für Alexa. Schade, bei Sonos geht das schon seit Längerem.

Wie bereits gesagt versuche ich meine Musiksammlung irgendwie per Alexa zu hören. Eine Möglichkeit ist, sie von dem Raumfeld System auf Amazon Music hochzuladen. Kostenfrei gehen 250 Songs, da habe ich gemacht. Sie findet auch nach intensiver Diskussion („Alexa, spiele Younger Brother aus meiner Musikbibliothek“ – Antwort: ich bin mir nicht sicher, was du wissen möchtest) und Telefonat mit dem Support diese Songs (Album „Vaccine“ von „Younger Brother“ und einige Songs von mir „Symboter“) nicht sondern versucht mir meist das, was sie als genannten Songtitel interpretiert aus Amazon zu verkaufen. Es ist also unmöglich konkrete Stücke aus der eigenen Sammlung zu hören, es sei denn man möchte lange mit Alexa diskutieren. Ein Umweg ist die Erstellung von Playlisten, da man diesen eindeutige Namen oder besser Zahlen vergeben kann und Alexa das Wort „Playlist“ bestens versteht. Aber das ist mühevoll.

Somit ist es für mich derzeit sinnlos, meine Musiksammlung auf Amazon Music hochzuladen und den kostenpflichtigen (ca 25 EUR/Jahr) Speicherservice für unbegrenzte Musik in Anspruch zu nehmen. Das Abspielen von Musik aus eigenen Quellen ist nicht im Sinne von Amazon.

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