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Smart Home ist hinlänglich bekannt und verbreitet, sodass ich es nicht in die Tiefe erklären muss. Im Prinzip ist es die Steuerung von Dingen im Haus, die man normalerweise händisch machen musste, z.B. Garagentür auf/zu bei Annäherung, Heizungstemperatur nachts automatisch runterregeln, Lichtsituationen z.B. für Fernsehen, Essen, Lesen, Rollläden automatisch schliessen etc…

Soweit sogut, interessant wird es natürlich wenn man sich überlegt wie das alles gesteuert werden soll, per Fernbedienung?

Es gibt zahlreiche Anbieter die Smart Home Systeme zur Verfügung stellen, welche verschiedenste Sensoren und Aktuatoren verwalten können, Sie können aber sicher sein, dass irgendetwas das Sie gerne hätten nicht vorgesehen ist. Das merken Sie natürlich erst später. Letztlich sind Meta-Lösungen wohl notwendig, d.h. Smart Home Systeme die offen sind für andere Standards, z.B. die Open Source Lösung OpenHab.

Fernsteuerung oder Steuerung aller Smart Home Systeme über PC und App ist möglich, aber auf Dauer bei wiederkehrenden Aufgaben zu umständlich.

Es gibt diese Methoden die Sinn machen im täglichen Umgang:

  • Eingabe per App für spezielle Aufgaben
  • Spracheingabe
  • automatische Regeln (IFTTT – IF THIS THAN THAT)

Ich beschreibe in der Folge die Spracheingabe über Amazons Alexa (Echo Dot und Echo, bzw. Echo plus):

 

 

Amazons Alexa ist eine künstliche Intelligenz, die auf Sprachkommando aktiviert wird und Befehle ausführen kann.

Hier liegt auch gleich die wichtigste Beschränkung: Alexa kann zwar das Licht an/aus machen aber sie bekommt keine Meldung, wenn Sie es selber ausmachen. Das bedeutet: Sensorereignisse pushen keine Nachricht in Alexa hinein, Alexa ist vor allem eine SPRACHeingabe. (mit Alexa Routinen kann Alexa seit Nov 2017 nun auch zeitgesteuert Aktionen auslösen)

Wenn Sie also einen Alarm automatisch durch einen Bewegungssensor auslösen wollen, dann geht das über Ihre Alarmanlage als Teil Ihrer Smart Home Anlage. Mit Alexa können sie diese z.B. per Sprachbefehl scharfschalten.

Also braucht man Alexa UND eine Smart Home Anlage incl. Alarmanlage (Anmerkung November 2017: die nächste Generation der Amazon Echos (Echo Plus) ist auf den Markt gekommen mit eingebautem Smart Home Hub, das vereinfacht Einiges, aber Weniges

Wenn Sie wissen wollen wo das Problem ist: der Echo Plus exportiert die direkt an ihn angeschlossenen Geräte nicht. Das bedeutet: alle direkt anschliessbaren Geräte an den Hub vom Echo Plus werden über die Dritt-Skills nicht gefunden. Ist das schlimm? Na ja, es geht kein Befehl wie z.B. SCHLAFEN GEHEN, der die Lichter im Wohnzimmer ausmacht und gleichzeitig die vom Schlafzimmer anmacht, denn das wäre eine Regel. (Anmerkung: seit Ende November 2017 kann Alexa interne Routinen)

 

Schaltbare Steckdosen

Ich habe seit Jahren schaltbare Steckdosen von Edimax (Ediplug).

Es gibt für diese Steckdosen keinen Skill für Alexa, also sind sie nicht schaltbar. (Anmerkung November 2017, es soll nun einen Edimax Skill geben, das werde ich prüfen)

Für die Nachfolgegeneration meiner Edimax Steckdosen (nun mit Strommessung) gibt es einen Hack über einen ObenHab2 Server auf Raspberry PI. Ist mir momentan zu aufwändig, ausserdem habe ich die Nachfolgeneration nicht und sie sind mit 50 EUR pro Stück auch sehr teuer. Also habe ich diese in meine Aservatenkammer gebracht und mir 15 neue Steckdosen S20 von Sonoff zu einem 5tel des Preises (10 EUR/Stk) über banggood.com gekauft.

Diese können über die eWelink App des Herstellers in das WLAN Heimnetz eingebunden werden und sind dann in Alexa mit der dortig aktivierbaren eWelink Skill ansprechbar. Das funktioniert sehr gut, wenn man den Steckdosen gebräuchliche Namen gibt, zb. “Wohnzimmer” oder “TV” oder “Leselicht”. Leider meldet die Steckdose jeden Gebrauch über die eWeLink App nach China, mir wäre lieber diese Information bliebe im Hause.

Das geht auch mit ein wenig Aufwand: kann man die Sonoff Steckdose hacken,eine neue Firmware aufspielen, dann verhält sie sich etwa wie ein Philips Hue Licht (leider meldet sie sich als HUE Bridge und geht deswegen NICHT mit dem Philips Hue Hub) und wird von Alexa im Echo Plus ohne jegliche Skill oder App erkannt und eingebettet. Das funktioniert sehr gut.

https://github.com/arendst/Sonoff-Tasmota/wiki/Sonoff-S20-Smart-Socket

Steckergehäuse öffnen, PCB abschrauben, 4er Pinheader einlöten, über USB Adapter an PC anschliessen und mit Arduino IDE die Tasmota Firmware flashen. Dabei in userconfig.h Netzwerkdaten und mindestens eigenen Friendly Name, Philips Hue Emulation setzen. Kabel abziehen, zuschrauben und dann in Steckdose stecken und in Alexa suchen.


Zumindest kann ich nun etliche Geräte per Sprache ein/ausschalten.

Gruppen gehen auch, aber keine Bedingungen. Es geht also nicht: schalte alle Zimmerlampen aus und das Leselicht an, denn man kann eine Gruppe nur gemeinsam aus/anschalten.

Update Ende November 2017: Alexa kann nun alle Geräte, die über sie eingebunden sind, ob am internen Hub oder über Apps mit einfachen Routinen steuern, z.B. zeitgesteuert. Das ist ziemlich Klasse, denn nun lassen sich vermutlich per Routine Lampengruppen mit verschiedenen Dimm-Werten pro Lampe setzen, per Sprachbefehl oder zeitgesteuert.

 

Licht

Alexa kann mit dem Echo Plus nun die Philips Hue Lampen

 

und die IKEA Tradfri Leuchten direkt und ohne deren teuren Hub und ohne externe App ein/ausschalten und dimmen.

 

Wie oben genannt versteht Alexa keine Push Befehle, deswegen gehen auf direktem Wege keine externen Schalter, Dimmer oder Bewegungssensoren aus diesen Serien. Dazu braucht man immer die App (und immer auch den jeweiligen Hub/Gateway)

Der Tradfri Hub (Gateway) kostet 30 EUR und kann mit der dazugehörigen App von IKEA die verschiedenen Leuchten und ein Steuerungselement in eine Gruppe (mit je maximal 10 Geräten) packen. Z.B. sind dann ein Bewegungssensor und 2 Leuchten in einer Gruppe “Gang” und ein Dimmer mit 4 Leuchten in einer Gruppe “Wohnzimmer”.

Die Tradfri App kann bisher KEINE Bedingungen und ist eigentlich nur zum Konfigurieren der Gruppen, händischen Ein/Aussschalten und Dimmen und zum Updaten der Firmware der Geräte notwendig. Die App startet nicht wenn kein Hub von IKEA gefunden wird.

Einer Leuchte lässt sich nur EIN Steuergerät zuweisen, d.h. eine Leuchte ist entweder über einen Dimmer oder einen Bewegungssensor steuerbar, nicht aber durch beide. Das ist ein Problem im Gang, denn wenn man den Gang von der einen Seite betritt, wo der Bewegungssensor ist, dann wird das Licht automatisch eingeschaltet, betritt man ihn von der anderen Seite bleibt man im Dunkeln.

Der Tradfri Skill ist für Alexa vorhanden, in IFTTT bisher (Nov 2017) jedoch nicht bekannt.

Die Tradfri Leuchten sind in der Alexa APP sichtbar und können dort miteinander und mit anderen Geräten gruppiert werden.

Das Tradfri Gateway kann auch Philips Hue Lampen (zumindest die White) erkennen und die Tradfri Steuergeräte (je eines pro Leuchte) lassen sich mit der Philips Leuchte verbinden.

 

Datensicherheit

Keine. Es werden alle Schaltsignale an die Unternehmen der jeweiligen Apps gesendet.

Somit wird mein Einschalten des Fernsehers derzeit an AMAZON, LOGITECH und IFTTT gemeldet.

Letztlich sendet Alexa alles an Amazon inklusive der aufgezeichneten Sprachbefehle.

Das System wäre weniger störanfällig und datensicherer wenn Drittapps nicht benötigt werden, aber ohne diese ist es kaum sinnvoll anwendbar.

 

Infrarot Fernsteuerung

Alexa kann nur Geräte schalten und regeln, die am WLAN hängen, bzw. mit dem Echo Plus auch Geräte die den Zigbee Standard vertreten, wie z.B. Philips Hue Lampen, IKEA Tradfi Lampen.

Haben Sie z.B. einen Verstärker/Tuner/DVD Player mit Infrarot Fernsteuerung benötigen Sie ein extra Gerät hierfür. Ich verwende den ca. 100 EUR teuren Logitech Harmony Hub.
Der Hub kann sich auch mit Bluetooth Geräten verkoppeln (dazu habe ich keine Anwendung) und einige sehr wenige (!) ausgewählte Anlagen über WLAN steuern.

Er kann keine Zigbee Standard Geräte finden oder steuern, also auch keine Hue oder Tradfri Leuchten.

Der Harmony Hub kann über die Harmony App von Logitech konfiguriert (komplexe Aktionen können definiert werden) und gesteuert werden, aber das Wichtigste ist, die Aktionen kann Alexa per Sprache starten, dazu gibt es einen nachladbare kostenfreie App (Harmony Skill) für Alexa. (die Spracherkennung läuft aber sehr schlecht…)

In der Harmony App können sie Aktionen eingeben, die für mehrere Geräte nacheinander Fernsteuerbefehle aussenden, also z.B. schalte Fernseher, Tuner und Verstärker von Standby in den Betriebsmodus, wähle die richtigen Eingänge an und stelle den Sender ein.  Das Ganze können Sie dann mit einem einzigen Sprachbefehl durch Alexa starten. Ist es ihnen zu laut oder zu leise, regeln Sie das mit Sprachbefehl, so können Sie auch die Sender wechseln.

Theoretisch.

Der größte Nachteil des Harmony Hubs ist, dass er

1) keine Steckdosen einschalten kann (zumindest findet er meine Sonoff Steckdosen nicht) was bedeutet, dass man über eine andere Anwendung erst die Steckdose einschalten muss, damit das Gerät Strom hat um dann vom Harmony Hub per Infrarot ferngesteuert zu werden.

2) er keine Hue oder Tradfri Leuchten findet , da er nicht Zigbee Standard versteht

3) Er zwar die Hue Bridge aber nicht das Tradfri Gateway findet

Praktisch kann man diese Aktionen zwar mit einiger Mühe über die App eingeben, aber Alexa versteht die Befehle kaum (z.B. ist es mir nie gelungen: “Alexa, schalte den Musicstick ein mit Harmony” um den USB Stick am Receiver anzuwählen und zu starten).

 

Fazit:

der Logitech Harmony Hub ist nur als Infrarot Fernbedienungsersatz zu gebrauchen, dabei werden die Sprachbefehle nur schlecht verstanden. Er ist aber wichtig, denn sonst können ja viele Geräte nicht z.B. auf den richtigen Eingang geschaltet werden. Vielleicht gibt es eine andere Infrarot Lösung, ist mir nicht bekannt und nun habe ich ja den Harmony Hub.

 

 

Nun zu meiner Alexa Hardware:

Echo Dot ist die kleine Ausführung mit einfachem Lautsprecher und extra Klinkenausgang zum Anschluss an die heimische Stereoanlage

Echo(zweite Generation) ist der große Bruder des Echo Dot, mit zwei eingebauten Lautsprechern aber keinem extra Ausgang des Audiosignals, die dritte Generation Echo plus ist im November 2017 erschienen und wie ein Echo, nun mit Audioausgang und eingebautem Smart Hub auf Zigbee Basis:

 

Steckt man einen Klinkenstecker in die Buchse des Echo Dot oder Echo Plus, so wird der interne Lautsprecher abgeschaltet (leider per Software, man kann das nicht einfach Hardware hacken…ich habe es versucht). Jetzt wird z.B. Internetradio oder Musik per Sprachbefehl an die Stereoanlage über Kabel geschickt, aber auch alle Bestätigungen der Alexa. Verwendet man bei mehreren Echo Geräten den Multiroom Modus, hört man die Stimme in allen Räumen. Das ist bei Amazon bekannt, aber nicht als Priorität in Bearbeitung, da eine Lösung wohl zu mehr Service führen könnte. Mir würde ein dezenter Ton aus dem Gerät für OK und Fehler schon genügen. Über den Leuchtring sieht man das auch jetzt schon, aber Alexa ist nicht immer in Sichtweite, bzw. im Blickfeld.

 

Spacherkennung:

Es ist verblüffend wie gut und wie schlecht diese gleichzeitig funktioniert. Nur massentaugliche Worte sind bekannt und manchmal muss man die Worte anders betonen, sodass sie von Alexa verstanden werden. Es ist mir nicht sinnvoll gelungen per Sprachbefehl ein konkretes Lied oder Album meiner Wahl abspielen zu lassen, vermutlich ist meine Sammlung zu exotisch. Meine eigenen Musikstücke kann sie trotz bester Bezeichung und sorgfältigem Tagging nicht finden. Ein Wort dass sie nicht kennt, versteht sie nicht und lernt es auch nicht.

Interessanterweise versteht sie dieselben Wörter mit Logitech Harmony nicht, mit IFTTT aber schon.

 

IFTTT

Mit IFTTT ist die Spracherkennung VIEL besser. Also Konto in IFTTT erstellt und dort die Alexa (IF) mit Harmony (THEN) anwählen und die Aktion auswählen und benennen. Geht hervorragend. Wieder jedoch eine App nach aussen. In Alexa muss keine IFTTT Skill geladen werden.

Besonders schade ist, dass IFTTT meine direkt verkoppelten Geräte am Echo Plus Hub NICHT erkennt, da IFTTT nur über APPs kommunizieren kann und hier ja von mir ganz bewusst KEINE APP verwendet wird. Also kann ich meine Steckdosen nicht über IFTTT ansteuern.

 

Musik über Alexa:

Radio:

Internet Radio geht gut über TuneIn, was Alexa ab Werk voreingestellt ist, d.h. die typischen Radiosender lassen sich einfach per Sprachbefehl starten. (“Alexa, spiele Inforadio von rbb”)
Man muss nur ausprobieren wie der Sender von Alexa benannt ist..einer meiner Lieblingssender “HBR1 Dreamfactory” z.B. wird über “Dream Factory” gefunden).

Ob man Sender-Favoriten anlegen kann ist mir noch nicht bekannt, wäre aber nützlich.

Mein Einschlafsender “maschinengeist.org” ist auf TuneIn nicht gelistet, dazu habe ich die Skill radio.de geladen, starte diese (“Alexa, spiele radio.de”) und kann dann maschinengeist.org spielen lassen. Wenn man sonst keinen anderen Sender mit radio.de anwählt, dann schlägt Alexa den Sender beim nächsten Start der Skill von selber vor, das ist praktisch.

Die Musik kann automatisch zeitgesteuert abgeschaltet (nicht ausgeblendet) werden. Dazu Alexa den sleep timer (“Schlaf-Timer” versteht sie besser) z.B. auf 10 Minuten setzen lassen.

Darüberhinaus kann man den Wecker stellen lassen, der beeinflusst die Musik nicht.

 

Musikdateien:

Alexa kann keine Musikdateien von meinem Teufel Raumfeld System abspielen, dazu fehlt von Teufel eine Skill für Alexa. Schade, bei Sonos geht das schon seit Längerem.

Wie bereits gesagt versuche ich meine Musiksammlung irgendwie per Alexa zu hören. Eine Möglichkeit ist, sie von dem Raumfeld System auf Amazon Music hochzuladen. Kostenfrei gehen 250 Songs, da habe ich gemacht. Sie findet auch nach intensiver Diskussion (“Alexa, spiele Younger Brother aus meiner Musikbibliothek” – Antwort: ich bin mir nicht sicher, was du wissen möchtest) und Telefonat mit dem Support diese Songs (Album “Vaccine” von “Younger Brother” und einige Songs von mir “Symboter”) nicht sondern versucht mir meist das, was sie als genannten Songtitel interpretiert aus Amazon zu verkaufen. Es ist also unmöglich konkrete Stücke aus der eigenen Sammlung zu hören, es sei denn man möchte lange mit Alexa diskutieren. Ein Umweg ist die Erstellung von Playlisten, da man diesen eindeutige Namen oder besser Zahlen vergeben kann und Alexa das Wort “Playlist” bestens versteht. Aber das ist mühevoll.

Somit ist es für mich derzeit sinnlos, meine Musiksammlung auf Amazon Music hochzuladen und den kostenpflichtigen (ca 25 EUR/Jahr) Speicherservice für unbegrenzte Musik in Anspruch zu nehmen. Das Abspielen von Musik aus eigenen Quellen ist nicht im Sinne von Amazon.

 

Derzeitiger Aufbau:

Amazon Echo Plus

Amazon Echo Dot (2x)

IKEA Tradfri Gateway

IKEA Tradfri GU10 Leuchten (8x)

IKEA Tradfri E17 Leuchte White 1000

IKEA Tradfri Bewegungsmelder (4x)

IKEA Tradfri Hand-Steuermodul

Philips HUE Leuchte White

Philips HUE Bridge (in Erprobung)

Sonoff S20 Steckdosen, umgeflasht (8x)

Logitech Harmony Hub

 

DESKTOP

Amazon Alexa (nur hier kann man Geräte löschen, geht nicht in der App)

IFTTT

 

APPs

Amazon Alexa

IKEA Tradfri

Logitech Harmony

IFTTT

 

SKILLS

IKEA Tradfri

IFTTT

radio.de  (für den Internetsender maschinengeist.org)

Harmony (nicht sicher ob ich die noch brauche da ich Harmony über IFTTT steuere und dort eingebunden habe)

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