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Pure Data auf dem Raspberry Pi

Dezember 14, 2015
symboter
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2 comments

Für den Prototypen eines Klangobjektes brauche ich unter anderem eine Elektronik, welche bis zu 12 lange Samples gleichzeitig abspielen kann und dabei diese zudem per externem Midi Controller verändern kann (z.B. Filter, Lautstärke). Da ich keinen PC verwenden wollte und auch nicht einen Sampler wie beim Windspiel „Modern Chimes“ fragte ich mich, ob nicht eventuell ein Raspberry PI, von dem ich zwei Stück rumliegen habe, dafür geeignet sein könnte.

RaspberryPiModelBRev2

In Berichten im Netz wird in diesem Zusammenhang oft die schlechte Audio-Ausgabe und die geringe Leistung des PI bemängelt. Auch ist mein Modell bereits in die Jahre gekommen, es gibt ja inzwischen den Raspberry 2 (ArmV7 mit 900MHz, 4 Core) und meiner ist noch der Raspberry 1B (ArmV6 mit 700Mhz, 1 Core). Aber er läuft mit Linux und meine Anwendung ist nicht sehr leistungsfordernd. Zudem kostet er nur 35 EUR

Ich habe also mit dem kostenfreien Pure Data auf dem PC ein einfaches Testpatch mit zwei Samples geschrieben (uff, musste mich da wieder reinarbeiten, weil ich ja inzwischen mit MAX7 arbeite, dies aber kostenpflichtig ist und ich für das Klangobjekt keine extra Lizenz kaufen möchte) welches meine Anwendung roh simuliert.

Benötigte Hardware

Raspberry PI Model1B, SD Speicherkarte 16GB, Netzteil 2A, Tastatur, Maus, USB-Hub mit extra Netzteil 2A, USB-Audio Interface, evtl. USB Midi Interface

Um das Audio Problem zu umgehen verwende ich ein externes USB Interface, ich hatte noch ein freies Roland UA-25 Audio Interface, dieses geht einwandfrei mit dem Raspberry (Midi noch nicht):

ua-25ex

 

Als Erstes habe ich genau nach Anleitung die Speicherkarte mit dem Betriebssystem vorbereitet, wie vorgeschlagen Raspian Wheezy. Im WIndows PC downgeloaded, mit 7zip entpackt und mit Win Disk Imager auf die SD Karte geschrieben.

Dann den PI an meinem Fernseher über HDMI und ans Internet über Lan Kabel angeschlossen. Einen USB Hub angeschlossen und daran Keyboard und Audio Interface, in die zweite on board Buchse die Maus.

Mit der SD Karte hochgefahren, Deutsch eingestellt und Start auf Desktop (noch, später wird er natürlich headless).

Dann im Terminal mühsam pd installiert, nach Anleitung:

sudo nano /etc/apt/sources.list
dort neue Zeile eingetragen:
deb-src http://archive.raspbian.org/raspbian wheezy main contrib non-free rpi
ctrl+o, Enter (=Speichern). ctrl+x (=um aus Nano rauszukommen)

sudo apt-get update        (dauert etwas)
wget https://puredata.info/downloads/pd-extended-0-43-3-on-raspberry-pi-raspbian-wheezy-armhf/releases/1.0/Pd-0.43.3-extended-20121004.deb
sudo dpkg -i Pd-0.43.3-extended-20121004.deb      (da kommen einige Fehlermeldungen wegen nicht vorhandenen Bibliotheken, ignorieren)
sudo apt-get -f install       (hier werden die Bibliotheken nachinstalliert)
sudo chmod 4755 /usr/bin/pd-extended

So, jetzt ist Pure Data (pd) im Menü anwählbar.

Die Beispieldateien musste ich suchen, die sind in /usr/lib/pd-extended/doc

Die Dateien laden und es kommt auch Sound über HDMI, aber das Anwendungsfenster lässt sich nicht mehr schliessen und klemmt bei mir in der oberen linken Ecke.

Man kann den Prozess killen, aber das ist keine Lösung und ich weiss nicht was ich dagegen machen könnte.


 

 

Also habe ich wieder einmal mit dem Problem von grundauf beschäftigt.

Meine Recherchen haben ergeben, dass es eine neue Version der PD Software gibt, die aber in keiner Anleitung auftaucht, nämlich Version 0.43.4

Diese ist nicht bei puredata, sondern auf sourceforge gehostet:

http://sourceforge.net/projects/pure-data/files/pd-extended/0.43.4/pd-extended_0.43.4~extended1-1~raspbian_wheezy_armhf.deb

Zudem wollte ich sicherheitshalber nicht wheezy nehmen, sondern nehme nun Raspbian Jessie in der vollen Version

Also wieder Speicherkarte wie oben vorbereitet, nun mit Raspian Jessie

dann Raspberry PI hochgefahren, Deutsch und Desktop wie oben.

Nun die /etc/apt/sources.list nicht verändert, da steht die Zeile nämlich schon ausreichend ähnlich drin!

sudo apt-get update        (dauert etwas)
wget http://sourceforge.net/projects/pure-data/files/pd-extended/0.43.4/pd-extended_0.43.4~extended1-1~raspbian_wheezy_armhf.deb
sudo dpkg -i pd-extended_0.43.4~extended1-1~raspbian_wheezy_armhf.deb     (da kommen wieder einige Fehlermeldungen wegen nicht vorhandenen Bibliotheken, ignorieren)
sudo apt-get -f install       (hier werden die Bibliotheken nachinstalliert)

(sicherheitshalber noch ein upgrade machen:)
sudo apt-get upgrade   (dauert)

sudo chmod 4755 /usr/bin/pd-extended

PD geht nun hervorragend, mein Roland UA-25 Audio Interface wird ohne jeden Treiber erkannt und liefert besten Sound.
Nun kann ich mein PD Patch erweitern und sehen, ob das System auch noch unter Vollast läuft, wenn nicht kann ich ja die CPU noch leicht übertakten.
Also es müsste eigentlich gehen….

Das Midi Interface vom Roland UA-25 taucht nicht in PD auf, das muss ich auch noch zum Laufen bringen, entweder über ein externes USB-MIDI Interface oder evtl. über Software Midi.

To be continued

 

 

 

 

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2 Comments

  1. symboter Dezember 14, 2015at 5:51 pm

    Hmm, da kann ich leider nicht helfen, inzwischen ist der Raspberry 3 verfügbar und bietet noch mehr Leistung und Komfort. Ich habe meine Version 2 Raspberries verkauft und PD noch nicht auf dem 3er installiert, das müsste aber genauso gehen.
    Beste Grüße!

  2. lukas Dezember 14, 2015at 5:51 pm

    danke für dia anleitung. aber ich verzweifle, ich krieg das nicht hin. hab auch raspbian jessy (glaube ich zumindest). jedoch kriege ich immer fehlermeldungen, spätestens nach apt get -f install, dort wird das paket wieder entfernt wenn ich yes wähle

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